Mehr zu Trauma

Was sind die Folgen?

Körper und Geist sind in höchster Alarmbereitschaft und versetzen den Organismus in akuten Stress um das Überleben zu sichern - eine biologisch sinnvolle Anpassung an eine Gefahrensituation. Solche Erfahrungen überfordern oftmals die menschlichen Stress-Systeme und die Verarbeitungsmöglichkeiten des Gehirns.

Es resultieren Störungen im Gedächtnissystem, in den vegetativen Regulierungssystemen und im Selbst- und Fremderleben. Die Verarbeitung solcher Erfahrungen braucht Zeit und setzt voraus, dass die äussere Gefahr vorbei ist. Manche Traumata können aus eigener Kraft bewältigt werden und die Symptome einer akuten Belastungsreaktion klingen von alleine ab.

Wenn die Verarbeitung eines Traumas nicht gelingt, können je nach Schwere und Situationsbedingungen aus traumatischen Erlebnissen aber auch anhaltende Traumafolgestörungen resultieren - entweder unmittelbar nach dem Ereignis, oder aber auch Jahre später.

Man unterscheidet die posttraumatische Belastungsstörung – PTBS sowie die komplexe posttraumatische Belastungsstörung, die fast immer gemeinsam mit anderen Erkrankungen auftritt.

Du siehst die Welt nicht so, wie sie ist. Du siehst die Welt so, wie Du bist.
— Mooji
  • Traumatisierende Erfahrungen werden in folgende  Ausprägungen unterschieden.

    Typ-I-Trauma
    sind einmalige traumatische Erfahrungen, wie Unfälle, Naturkatastrophen etc.

    Typ-II-Traumata
    sind häufig andauernde oder sich wiederholende traumatische Erlebnisse, wie Folter, Missbrauch und sogenannte „man made desaster“ (durch Menschenhand verursachte Traumata), sie ziehen häufig tiefgreifende und schwere Störungen bzw. psychische Probleme nach sich.

    Typ-III-Traumata
    sind Folgezustände von organisierten und online vermittelten Traumata, es geht beispielsweise um sexuelle Gewalt in Internetforen.

    Stellen Sie sicher, dass sie eine umfassende medizinische und psycholgische Abklärung vornehmen lassen.

  • Von einer PTBS spricht man, wenn die Angst und das Entsetzen mit der Zeit nicht schwächer werden, sondern ein plötzlich auftretendes Wiedererleben (Intrusionen) des Traumas in Bildern, Gefühlen und Körpererinnerungen sich oftmals wiederholt.

    Ausgelöst werden solche Intrusionen durch "Trigger". Das können Bilder, Geräusche oder Gerüche sein, die im Zusammenhang mit dem Trauma erlebt wurden und von welchen die betroffene Person regelrecht überflutet wird. Sie hat das Gefühl, das Trauma passiere gerade jetzt wieder, obwohl es bereits zurückliegt. Dies löst bei Betroffenen oft ein Gefühl von totaler Hilflosigkeit aus. Traumatisierte Menschen meiden daraufhin Situationen, die sie an das Trauma erinnern könnten. Dieses Vermeidungsverhalten kann zu sozialen Einschränkungen führen und Isolation.

    Ein weiteres Kennzeichen einer Posttraumatischen Belastungsstörung sind eine ständige Übererregung mit Anzeichen von Nervosität, Ängstlichkeit, Schreckhaftigkeit und Schlafstörungen.

  • Je schwerer und häufiger das traumatische Erlebnis und je jünger die traumatisierte Person ist, desto komplexer können die Traumafolgestörungen sein. Dies ist vor allem der Fall, wenn das Trauma durch Bindungspersonen verursacht wird, die Bindungspersonen nicht den notwendigen Schutz geben können oder Bindungsangebote überhaupt fehlen.

    Chronische, extreme und lebensgeschichtlich frühe Traumatisierungen können Störungen zur Folge haben, die über das Symptombild der PTBS hinausgehen, sich tiefgreifender auf die Persönlichkeit auswirken und das Vollbild einer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung entstehen lassen.

    Bei der komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung zeigen sich Störungen in der Emotionsregulation, in der Selbstwahrnehmung, in der Wahrnehmung der anderen Menschen, in der Beziehungsgestaltung und der Bindungsfähigkeit und in einer Veränderung des Wertesystems. Viele dieser schwer traumatisierten Menschen leiden unter dissoziativen Symptomen und anderen Erkrankungen (Angst- und Zwangsstörungen, Depressionen, dissoziativen Störungen, Sucht- und Schmerzstörungen etc.)

Ich möchte daran arbeiten,  habe aber  Angst davor...

Ich möchte, dass Sie wissen, dass Sie hier nicht allein sind. Ihre Ängste sind Teil Ihrer Geschichte, und es ist vollkommen in Ordnung, sich damit auseinanderzusetzen. Als erfahrene Therapeutin arbeite ich nach dem Ansatz der trauma-informed care, um Ihnen die bestmögliche Unterstützung auf Ihrem Prozess zu bieten.

Ich verstehe, dass traumatische Erfahrungen tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben und das Wohlbefinden haben können. Daher ist es mir wichtig, einen sicheren und einfühlsamen Raum zu schaffen, in dem Sie sich verstanden und geborgen fühlen. Unsere Seele kann genau so erkranken wie unser Körper. Gemeinsam werden wir Schritt für Schritt einen sanften Weg finden, um diese Herausforderungen zu erkunden.

Entdecke die Möglichkeiten deiner persönlichen Weiterentwicklung.